Donnerstag, 23. Januar 2014

[Rezension]: Angelfall - Fürchtet euch nicht von Susan EE



Verlag: Heyne

Seitenanzahl: 500 Seiten

Reihe: 1 Teil einer Trilogie

Bewertung: 4,5 von 5 Welten

Altersempfehlung: ab 13 Jahren

Originaltitel: Angelfall








Wenn die Engel die Bösen sind

Die Engel sind auf die Erde gekommen, doch sie haben nicht Frieden und Freude, sondern Elend und Zerstörung mit sich gebracht: Weltweit liegen die Städte in Trümmern, und die Menschen trauen sich vor Angst kaum noch auf die Straße. Als eine Gruppe Engel die kleine Schwester von Penryn entführt, haben sie sich jedoch mit der Falschen angelegt. Die Siebzehnjährige zieht los zum Hauptquartier der Engel, um ihre Schwester zu befreien. Aber dafür braucht sie Hilfe – und die kommt ausgerechnet von Raffe, einem flügellosen Engel ...
(Quelle: Amazon)




Bis vor ungefähr einem Jahr war ich ein großer Fan von Büchern die sich inhaltlich mit Engeln beschäftigten. Zu dieser Zeit habe ich fast ausschließlich diese Werke gelesen und bis heute stehen immer noch einige davon in meinem Regal. Nach einiger Zeit allerdings langweilte mich die Thematik, Himmel und Hölle, Dämonen. Irgendwie schien (für mich) jedes dieser Bücher gleich. Sie sahen gleich aus, hatten einen ähnlichen Aufbau, es kämpfte immer Gut gegen Böse. (Ich weiß, dass könnte man jetzt auch bei meinen heißgeliebten Dystopien sagen.)

Nun habe ich aber anscheinend ein Buch gefunden, dass sich von den bisherigen Engelbüchern abzuheben scheint. Jedenfalls von denen, die ich bisher gelesen habe. 

Angelfall scheint das Klischee der „guten Engel“ zu Anfang völlig zu wiederlegen. Die Engel gelten unter den Menschen als bösartig und dies merkt man auch sofort an dem Verhalten der Protagonistin. Penryn hat einen starken Überlebenswillen und nimmt mit ihren 16 Jahren schon viel Verantwortung auf sich. Sie kümmert sich um ihre psychisch kranke Mutter und ihre im Rollstuhl sitzende Schwester, zudem versucht sie täglich Nahrung zu beschaffen und sich von den Engeln fern zu halten. Ich würde mit all der Verantwortung überhaupt nicht zu Recht kommen und völlig überfordert sein, denn das ist zudem ein Punkt der mir sehr gut gefallen hat. Dieses Buch spielt nicht 100 oder 200 Jahre in der Zukunft, sondern unterscheidet sich zeitlich gesehen kaum von der Gegenwart. Somit konnte ich mich noch besser in Penryns Lage hineinversetzen. 

Die weiteren Charaktere haben sich allesamt gut in die Geschichte eingefügt. Raffe, Penryns himmlischer Begleiter, gefiel mir dabei besonders gut. Er hat das gewisse Etwas. Sein Humor, seine Intelligenz und die Art wie er seine Gefühle preisgibt, lassen ihn so sympathisch wirken.  (Das einzige Problem bei ihm: Wenn ich seinen Namen gelesen habe, musste ich immer an Raffe aus One Piece denken. ^-^) Der einzige Nebencharakter, der mich ein wenig gestört hat, war Penryns Mutter. Der Leser erfährt gleich zu Anfang etwas über den familiären Hintergrund der Hauptcharakterin und dadurch hatte sie (die Mutter) einen sehr schweren Start bei mir.

Inhaltlich hat mich die spannende, actionreiche und humorvolle Handlung vollkommen überzeugt. Ich hätte ehrlich nicht erwartet, dass es an manchen Stellen so düster wird. So wurde es auch nicht langweilig und das Ende, der Höhepunkt, lässt einen verzweifelt zurück. Verzweifelt im Sinne von: Wann kommt endlich der zweite Teil raus?

Das Cover ist gut an die Geschichte angepasst, aber etwas Besonderes ist es leider nicht. Wahrscheinlich liegt das auch eher daran, dass ich eher bunte Cover liebe. Auch am Schreibstil gibt es nichts zu meckern.



Ein tolles Buch. Düster, spannend, humorvoll. Ich bin begeistert. Da es allerdings der erste Teil einer Reihe ist, bekommt dieses Buch „nur“ 4,5 von 5 Welten. (Ich gebe diesem Buch erst 5 Punkte, wenn die Fortsetzung mindestens ebenbürtig ist.)

Ich empfehle es ab 13 Jahren.





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